Montag, 3. Juli 2017

Neues vom Markt: Juni 2017

 

 

 

Münsters Rückblick 

 

Unsere Erwartung für die Entwicklung des Marktes hat sich im Wesentlichen bestätigt, denn  die Preise für Flansche mit Import aus China sind nicht gefallen. Im Gegenteil: Es gab weitere Preissteigerungen für das Vormaterial im C-Stahl Bereich.  

Insgesamt ist der Markt etwas ruhiger geworden, was zum einen an der beginnenden Ferienzeit liegt. Zum anderen wurden traditionell die Bestellungen für Lageraufstockungen bereits im Mai platziert. 

Allgemeine Preisentwicklung Flansche und Rohstoffe 

 

Die Preissteigerungen für das Rohmaterial P250GH haben weiterhin angehalten. Von Anfang Juni bis zu Ende des Monats gab es insgesamt eine Erhöhung um etwa 6 %. Diese Verteuerung schlägt sich zwar nicht 1:1, sondern lediglich teilweise, auf den Flansch als Endprodukt nieder. Faktisch ergibt sich jedoch eine weitere Preiserhöhung um etwa 4%. 

Mit dem aktuellen Preis für das Rohmaterial ist der sehr hohe Stand von März  2017 erreicht. Vom dem 12 Monats-Hoch im Februar 2017, direkt nach dem chinesischen Neujahrsfest, ist der Preis für das Rohmaterial aktuell nur noch lediglich 6,5% entfernt. 

China ist mittlerweile weltweit zum drittgrößten Hersteller für Edelstahl geworden. 


Situation in China 

Der PMI (Caixin China General Manufacturing Purchasing Managers Index)  ist leicht auf 50,3 gestiegen. Dieser Index gilt als ein verläßlicher Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung Chinas. Trotz des leicht gestiegenen Werts wird jedoch keine entscheidende Besserung der Situation erwartet. 

Insbesondere die Stahlbranche in China leidet: Anti-Dumpingzölle, Umweltschutzauflagen der Regierung, Werksschließungen, gestiegene Vormaterialpreise, extremer Konkurrenzkampf. All diese Umstände erschweren es den chinesischen Herstellern wirtschaftlich zu arbeiten.

Die Hersteller gehen mit der Situation auf typisch chinesische Art und Weise um: Da sind zum einen die Hersteller, die, um Aufträge zu bekommen, extrem günstige, marktwirtschaftlich kaum vertretbare Kampfpreise machen, da sind die anderen, die genug Lageraufträge haben und deshalb zu astronomisch hohen Preisen anbieten, um bloß keine Aufträge mehr zu bekommen. Und da sind die schwarzen Schafe der Branche, die Qualitätsminderungen (nett gesagt) in Kauf nehmen, um so die Margen zu erhöhen. 

Zum Glück gibt es noch eine weitere Gruppe und zwar unsere Partner. Diese Hersteller machen verläßliche, marktangemessene Preise und nehmen unter keinen Umständen Abstriche bei der Qualität hin. 

Binnenmärkte 

 

Die allgemeine konjunkturelle Entwicklung in Deutschland ist durchaus verhalten positiv. Insbesondere die langsam steigende Investitionsbereitschaft ist äußerst positiv zu bewerten. 

Für den Bereich der Flansche und der Rohrverbindungsteile ist die Situation zwar besser als im vergangenen Jahr, dennoch ist durchaus noch Luft nach oben. Erfahrungsgemäß zeigt sich eine allgemeine verbesserte marktwirtschaftliche Situation in diesem Marksegment um mehrere Monate zeitversetzt. 

Erschwerend sind jedoch die politischen Umstände für die gesamte Stahlbranche mit Anti-Dumpingmaßnahmen, Überkapazitäten und den allseits bekannten Problemen. 

Entgegen anderslautenden Ankündigungen erwarten Branchenkenner sich keine entscheidenden Verbesserungen der Situation durch den Ende der Woche anstehenden G20 Gipfel in Hamburg. Zu groß sind die gegenseitigen wirtschaftlichen Abhängigkeiten, als dass Impulsgebende und die wirtschaftliche Situation nachhaltig verbessernde Entscheidungen getroffen werden können.

Die Wirtschaftvereinigung Stahl hat zum Gipfel ein Positionspapier eingereicht und setzt sich so einmal mehr für fairen und offenen Handel ein.  

Ausblick oder mein Blick in die Glaskugel 

 

Die Märkte machen die Steigerungen erfahrungsgemäß nervös. Auf Seiten der Einkaufs ist die größte Sorge, dass Einkäufe zu den höheren Preisen sich bei den Endkunden nicht durchsetzen lassen. Damit das möglich ist, ist es notwendig, dass die Preissteigerungen nachhaltig sind. 

Davon gehen wir aus! Die Preissteigerung dauern nunmehr seit neun Monaten an. Zwar gab es temporär Ausschläge nach unten, doch diese betrugen nur wenige Prozentpunkte und die Preise fielen nie auf das Niveau der "Vor-Oktober-2016"-Zeit.

Wir halten es für sehr unwahrscheinlich, dass die Preise für das Vormaterial P250GH und damit auch für die Flansche, auf das Level vor dem Beginn der Steigerungen fallen werden. Der Gründe für unsere Einschätzung sind so simpel, wie überzeugend. Für die Preissteigerungen sind nicht gestiegene Preise für Rohelemente oder eine gestiegene Nachfrage ursächlich, sondern zwei ganz andere Faktoren. Zum einen ökonomische Faktoren, wie gestiegenen Produktionskosten, insbesondere Lohnkosten. Doch der ausschlaggebende Grund ist politischer Natur. Die chinesische Regierung muss Überkapazitäten im Stahlbereich reduzieren, was Werksschließungen - und zwar sowohl vorübergehende als auch dauerhaft -  zur Folge hat.


Zum anderen stellt es die Hersteller vor eine echte Herausforderung, dass es hinsichtlich der Umweltschutzauflagen der Pekinger Regierung eine entscheidende Veränderung gibt. In der Vergangenheit erließ die Zentralregierung umweltpolitische Auflagen, die von den jeweiligen Provinzregierungen großzügig ausgelegt und zum großen Teil umgangen worden sind.

Diese Zeiten sind wohl vorbei.

So, zum Abschluß noch der Blick in die Glaskugel: Ich gehe davon aus, dass die Vormaterialpreise im Juli stabil auf dem aktuellen Level bleiben werden. Aber wie wir schon aus den vergangenen Monaten wissen: Diese Einschätzung bleibt trotz alledem genau  das - nämlich ein Blick in die Glaskugel.

Deshalb zum Abschluß mein üblicher Rat:
"Was Sie heute kaufen, kann nicht morgen schon teurer sein." 

Dynamische Grüße aus Bremen - und lassen Sie es sich gut gehen!




Claudia Münster 





Mittwoch, 14. Juni 2017

Effektive Tipps für optimalen Flansch-Einkauf


Preisschwankungen, längere Lieferzeiten und keine Stabilisierung in Sicht. So lassen sich die vergangenen Monate zusammenfassen.

Als vor einigen Monaten die Preise für C-Stahl Flansche aus dem Vormaterial C22.8 /P250GH zu steigen begannen, hat kaum ein Branchenkenner damit gerechnet, dass dieser Preisanstieg nachhaltig sein würde. Es wurde eher damit gerechnet, dass die Preise nach einem kurzen Peak wieder auf das normale Maß zurückfallen und sich einpendeln würden - so wie schon im März und April 2016.

Doch diese Erwartung hat sich nicht erfüllt.

Mittlerweile ist der Preise seit Oktober 2016 instabil. Hochpreisige Phasen wechseln sich unregelmäßig mit sinkenden Einkaufspreisen ab, wobei die Preise - absolut  betrachtet - immer noch deutlich höher sind als vor Oktober 2016

Nach unserer Einschätzung werden die Preise für Flansche aus China auf Sicht auch nicht wieder auf das alte Niveau zurückfallen. Stahlwerksschließungen, höhere Umweltschutzauflagen für Produktionsstätten und wieder ansteigende Inlandsbedarfe sorgen dafür, dass die Preise sich auch in Zukunft auch  auf einem höheren Level bewegen werden. Erschwerend hinzu kommt auch der Druck aus Europa an China, Überkapazitäten abzubauen.

Das wäre für die Branche insgesamt sicher zu begrüßen,  denn wir wissen alle, dass die Preise für Flansche in den vergangenen Jahren viel zu niedrig waren. Was aber den Einkauf problematisch macht, sind die Preisschwankungen und die verlängerten Lieferzeiten.

Im heutigen Video geben wir Ihnen unsere Tipps wie Sie Ihren Einkauf in Anbetracht dieser instabilen Marktsituation optimieren können.

Viel Spaß dabei.




Dynamische Grüße aus Bremen  - Lassen Sie es sich gut gehen



Claudia Münster















Donnerstag, 1. Juni 2017

Market News: May 2017

 

 

 

Münster's review

 


The May was marked by significantly increased demand, extended delivery times and again rising prices with the material C22.8 / P250GH.


As expected, the increase in demand is primarily due to seasonally customary warehouse orders and less to a real increase in demand. It was this purchasing behavior, however, which again led to a rise in prices during the month, after falling in April.


General price development for flanges and raw materials



The price increases for the material P250GH, already in use at the end of April, have continued. Although the increase is currently not as fast as a few months ago directly after the Chinese New Year festival, but rather continuously. Nevertheless, the price has risen by 10% during the month and is currently at the level of early March 2017.


In the stainless steel sector, the prices in May fell slightly due to slightly lower alloy surcharges.



Situation in China



The rating agency Fitch expects the steel production volumes as well as the demand in China 2017 to remain stable, which in turn will put prices under pressure again.


Currently, there are some large-scale projects in the Chinese domestic markets, which have a noticeable effect on the capacities of manufacturers.


At the same time, the situation in China is tense, as the government's regulations regarding factory closures are difficult to meet this year. The works planned by the government to close down all still produce, as the increased prices have reduced their interest in a closure considerably since profitability has now risen again.


The situation is completely different from last year. The factory closures in 2016 were unproblematic, since essentially works were closed which no longer produced anyway. Thus, the western world could be signaled that China is concerned about the reduction of overproduction, but without actually changing the production situation.



Domestic markets


Steel demand in the Internal Market remains stable in 2017; Extreme increases are not to be expected.


Current issues in the European economic area remain the ongoing reform of emissions trading. In the meantime, a few German Prime Ministers have protested and wrote a fire letter to the Chancellor to support German affairs in the EU.


In addition, the question of permissible economic measures against China remains dubious due to dumping prices.




  Forecast or my view into the cyrstall ball



It is to be assumed that the high price level continues. The reasons for this are in addition to hard facts such as raw materials, etc., which are negligible, in particular these circumstances:


    The Chinese manufacturers have a large capacity during the summer months due to the seasonal storage orders.
    As in the past, a temporary limitation of the electricity supply is to be expected for the summer. The increase in energy demand - due to air-conditioning systems and cooling systems - is overstating the Chinese energy suppliers. In the past few years the electricity has been switched off for the energy-intensive factories. I'm assuming that it will be this year as well.
    The National Government has sent a whole army of inspectors to reduce the air pollution into the provinces responsible for monitoring the polluting factories. In a kind of "zerotolerance" tactics, factories that do not fulfill the requirements for a clean production are shut down.

So it remains exciting and as in the past months it remains:


    What you ordered today can not become more expensive tomorrow.


Dynamic greetings from Bremen - let it go well!




Claudia Münster

Neues vom Markt: Mai 2017

 

 

 

Münsters Rückblick 

 

Der Mai war geprägt von deutlich gestiegenen Bedarfen, verlängerten Lieferzeiten und erneut steigenden Preisen beim Vormaterial C22.8/P250GH.

Die gestiegene Nachfrage ist  - wie  erwartet - primär den saisonal üblichen Lagerbestellungen geschuldet und weniger einem tatsächlich gestiegendem Bedarf. Genau dieses Einkaufsverhalten hat dann aber wiederum im Laufe des Monats die Preise ansteigen lassen, nachdem diese im April gesunken waren.

Allgemeine Preisentwicklung Flansche und Rohstoffe 

 

Die Preissteigerungen für das Vormaterial P250GH, die Ende April bereits einsetzten, haben sich fortgesetzt. Zwar ist die Steigerung aktuell nicht so rasant wie vor einigen Monaten direkt nach dem chinesischen Neujahrsfest, sondern eher kontinuierlich. Dennoch ist der Preis im Laufe des Monats um 10% gestiegen und aktuell auf dem Level von Anfang März 2017.

Im Edelstahlbereich haben die Preise im Mai wegen leicht gesunkener Legierungszuschläge minimal nachgegeben.


Situation in China 

 

Die Ratingagentur Fitch erwartet, dass die Stahl-Produktionsmengen ebenso wie die Nachfrage in China  2017 stabil bleiben werden, was die Preise wiederum unter Druck setzen wird.

Aktuell gibt es im chinesischen Binnenmärkte einige Großprojekte, die bei den Herstellern spürbar die Kapazitäten beschneiden.

Gleichzeitig ist die Situation in China angespannt, da die Vorgaben der Regierung hinsichtlich von Werksschließungen in diesem Jahr nur schwer zu erfüllen sind. Die von  der Regierung zur Schließung vorgesehenen Werke produzieren allesamt noch, da durch die gestiegenen Preise deren Interesse an einer Schließung erheblich gesunken ist, da die Rentabilität mittlerweile wieder gestiegen ist.

Die Situation ist damit komplett anders als im vergangenen Jahr. Die Werksschließungen in 2016 unproblematisch, da im Wesentlichen Werke geschlossen wurden die ohnehin nicht mehr produziert haben. So konnte der westlichen Welt signalisiert werden, dass China sich um die Reduzierung der Überproduktion kümmert, ohne jedoch tatsächlich die Produktionssituation zu verändern. 


Binnenmärkte 

Die  Stahl-Nachfrage  bleibt im Binnenmarkt in 2017 zwar stabil; extreme Steigerungen sind hingegen nicht zu erwarten.

Die aktuellen Themen im europäischen Wirtschaftsraum bleiben weiterhin die anstehende Reform des Emissionsrechtehandels. Mittlerweile sind einige deutsche Ministerpräsidenten vorgesprescht und haben der Kanzlerin einen Brandbrief geschrieben, damit sie deutsche Belange in der EU in dieser Sache unterstützt.

Weiterhin bleibt auch die Frage nach zulässigen Wrtschaftssanktionen gegen China wegen Dumpingpreisen brandaktuell.



Ausblick oder mein Blick in die Glaskugel 

 

Es ist anzunehmen, dass das hochpreisige Level anhält. Der Gründe hierfür sind neben harten Fakten wie Rohmaterialien, etc., die zu vernachlässigen sind, insbesondere diese Umstände:

  • Die chinesischen Hersteller haben eine große Auslastung in den Sommermonaten durch die saisonal bedingten Lagerbestellungen.
  • Für den Sommer ist wie in der Vergangenheit eine zeitweise Beschränkung der Stromversorgung zu erwarten. Der gestiegene Energiebedarf - bedingt durch Klimaanlagen und  Kühlsysteme - überbelastet die chinesischen Energieversorger. In den vergangenen Jahren wurde dann einfach immer mal wieder der Strom für die stark energieverbrauchenden Fabriken abgeschaltet. Ich gehe davon aus, dass es auch in diesem Jahr so sein wird. 
  • Die Nationalregierung hat eine ganze Armee von Inspektoren zur Reduzierung der Luftbelastung in die Provinzen ausgesandt, die für Überwachung der Umwelt belastenden Fabriken verantworteich sind. In einer Art  #zerotolerance-Taktik werden Fabriken, die nicht die Anforderungen an eine saubere Produktion erfüllen, stillgelegt werden. 
Es bleibt also spannend und wie schon in den vergangenen Monaten bleibt es dabei:

Was Sie heute bestellt haben, kann nicht morgen teurer werden.  

Dynamische Grüße aus Bremen - lassen Sie es sich gut gehen!



Claudia Münster

Freitag, 19. Mai 2017

Wie wird der B2B Handel im Jahr 2027 aussehen?

Auch vor dem B2B Handel im industriellen Bereich werden die umwälzenden Veränderungen des Einzelhandels nicht haltmachen.

BIG Data, Machine Learning, Cloud Computing und ein optimiertes Einkaufserlebnis sind Begriffe, die die Entwicklung des Einzelhandels dominieren. Das, was heute noch kaum vorstellbar ist, wird schon in wenigen Jahren unsere Realität sein. Der Einzelhandel, so wie wir ihn heute kennen, wird nur noch für ganz besondere, beratungsintensive und exklusive Angebote existieren.

Eines ist klar: Wer auch zukünftig noch oben mitmischen will, muss sich heute schon Gedanken machen, wie er seine Geschäftsprozesse morgen umstellen wird.

Denn wie im Geschäft mit dem Privatkunden, wird es auch im gewerblichen B2B Bereich immer wichtiger werden, die Einkaufsprozesse für Ihre Kunden zu optimieren, zeitsparend und effizient zu gestalten. Es genügt nicht, gute Qualität zu liefern. Zeit wird für den Kunden der Zukunft immer wichtiger. Eine wertvolle Ressource. Wenn Sie durch intelligente Systeme mit der Zeit Ihrer Kunden sorgsam umgehen, ist das genau der Service, der entscheidend sein wird.

Schon immer hatte der Einzelhandel eine Vorreiterrolle für den B2B Handel. Doch was von den hochdigitalisierten und automatisierten Prozessen, die sich im Einzelhandel durchsetzen werden, hat eine Chance für den B2B Handel im Industriebereich? Für welche Bereiche macht es Sinn? Und wo sind die Grenzen?

 Über diese und andere Fragen haben wir uns in der heutigen Episode Gedanken gemacht.






Sind Sie neugierig, was uns im Einzel- und Onlinehandel erwartet? Hier sehen Sie einen spannenden Ausblick auf das Einkaufen im Jahr 2027

Welche Neuerungen halten Sie im B2B für wahrscheinlich? 

Wie immer, dynamische Grüße aus Bremen - Lassen Sie es sich gutgehen



Claudia Münster

Donnerstag, 4. Mai 2017

Market News: April 2017

 

 

Münster's review


The desired stabilization of the prices for the material P250GH, which many of us were hoping to come,  has not occurred. Instead, the price fell in April - though with fluctuations. Even if the price of P250GH is well above the absolute low before the price increases, starting in the last quarter of 2016.



General price development Flanges and raw materials



Out of the level at the beginning of April, the price for P250GH fell by a total of about 4%. In mid-April was the absolute low. Towards the end of the month, prices rose again. (Editor's note: This trend continued in the first few days of May).


Based on the peak level of the material P250GH in mid-February 2017 - directly after the Chinese New Year festival - prices have fallen by 22% by the end of April. Since at the beginning of May there are again gains in price, this conclusion is again to be relativized.


The situation for the stainless steel area is similarly uncertain. Even if there are no comparable price fluctuations. However, it is comparable that the future development is not at all assessable. Despite nickel prices at lows and no expected recovery, it is feared that there might be painful price increases for stainless steel.


The reason for this is, therefore, less the material situation than the significantly increased production volumes. Again, China is the cause of this. So in turn increase the production quantities without corresponding actually increased demand. This can only lead to new problems in the long run. In fact, it is feared that this state could lead to an artificially created shortage of nickel and iron ore.



Situation in China



The production and thus also the price situation in China is decisively determined by the so-called  "Supply-side Structural Reform". The Chinese government has ordered the measure. Less to yield to global pressure than to support the Chinese economy.


This reform has triggered the start of the price increases in the third quarter of 2016, as the steel producers were forced to reduce their stocks during this period, which in turn triggered falling prices.


Even if the current fluctuations alone can not be explained with this concept, we assume that the uncertainties of the European customers regarding the purchase decision in view of the absolutely unstable prices, always provide for movement within the price structure.


As a general rule, China is expected to have a stable price situation only in July. On the Chinese side, no one dares to predict the level at which prices will stabilize.





Domestic markets



Even if there is still no reason for the relief, the trend in Germany is that the so-called visible steel consumption has increased. In Q1 2017, this figure rose by 2.1%.


The most urgent issues in the European economic area are the forthcoming reform of emissions trading, which is expected to lead to extreme disruptions in European steel trade.


The second brand-new issue is undeniably the question of how to prevent the distortion of the market by dumping prices from China with appropriate sanctions. Compared to the measures which, e.g. The EU is very manageable. Especially since the expiry of the WTO Accession Protocol on China in December 2016. The EU is moving in the tension between appropriate measures without protectionist.


This global tense situation, on the other hand, jeopardizes the slight relaxation that exists in the German steel market. Ultimately, handling this tension field globally and nationally in the steel sector is probably an example of how such situations will be dealt with in the future.



Münster's forcast or my view into the cyrstall ball



An outlook that is analytically based on factual and material arguments is not possible, since not hard facts such as increased costs for raw materials or other circumstances can be used for assessment. It is a situation which is influenced in particular by global politics and the global economic situation.


But what I can consider is the power of the factual. The fact is that all wholesalers in Europe are growing their warehouses all over Europe. This will lead to an artificial shortage and longer delivery times. It is almost certain that the prices will rise in the coming weeks for this reason.

Well advised is, who is now starting the run now - his needs at the currently cheaper prices.


Dynamic greetings from Bremen - let it go well!



Claudia Münster

Neues vom Markt: April 2017

 

 

Münsters Rückblick 

Die ersehnte Stabilisierung der Preise für das Vormaterial P250GH, von der viele in der Branche hofften, dass sie durch den Preistillstand im März eingeläutet worden sei, ist nicht eingetreten. Stattdessen fiel der Preis im April - wenn auch mit Schwankungen.  Auch wenn der Preis für P250GH noch deutlich über dem  absolutem Tiefstand vor Beginn der Preissteigerungen, beginnend im letzten Quartal 2016, liegt.


Allgemeine Preisentwicklung Flansche und Rohstoffe 

 

Ausgehend vom Niveau zu dem Beginn des Aprils ist der Preis für P250GH um insgesamt  etwa 4% gesunken. Mitte April war der absolute Tiefstand. Zum Ende des Monats hin stiegen die  Preise wieder. (Anmerkung der Redaktion: In den ersten Mai-Tagen hielt dieser Trend an).

Bezogen  auf den Höchststand des Vormaterials P250GH Mitte Februar 2017 -  direkt nach dem chinesischen Neujahrsfest - sind die Preise bis Ende April um 22% gesunken. Da zu Beginn des Mai wieder Verteuerungen zu beobachten sind, ist diese Feststellungnun wiederum zu relativieren.

Ähnlich unsicher ist die Situation für den Edelstahlbereich; auch wenn es hier keine vergleichbaren Preisschwankungen gibt. Doch vergleichbar ist, dass die zukünftige Entwicklung überhaupt nicht einschätzbar ist. Trotz Nickelpreisen auf Tiefstständen und keiner zu erwartenden Erholung, wird befürchtet, dass es schmerzhafte Preissteigerungen beim Edelstahl geben könnte.

Ursache hierfür ist also weniger die Material-Situation, als vielmehr die deutlich gestiegenen Produktionsmengen. Auch hier ist wiederum China der Verursacher. Also wiederum Steigerung der Produktionsmengen ohne korrespondierenden tatsächlich gestiegenen Bedarf. Dies kann auf lange Sicht nur zu neuen Problemen führen. Tatsächlich wird befürchtet, dass dieser Zustand zu einer künstlich erzeugten Verknappung von Nickel und Eisenerz führen könnte.


Situation in China 

 

Die Produktions- und damit auch die Preissituation in China ist maßgeblich von der sogenannten "Supply-side Structural Reform" bestimmt. Die chinesische Regierung hat die Maßnahme angeordnet. Weniger um dem globalen Druck nachzugeben, als vielmehr um die chinesische Wirtschaft zu unterstützen.

Diese Reformmaßnahme hat den Beginn der Preissteigerungen im 3. Quartal 2016 ausgelöst bzw. eingeleitet, denn die Stahlhersteller waren in dieser Zeit gezwungen ihre Lagerbestände zu reduzieren, was wiederum die fallenden Preise ausgelöst hat.

Auch wenn die aktuellen Schwankungen allein mit diesem Konzept nicht zu erklären ist, gehen wir davon aus, dass auch die Unsicherheiten der europäischen Kunden bezüglich der Kaufentscheidung in Anbetracht der absolut instabilen Preise, immer wieder für Bewegung innerhalb des Preisgefüges sorgen.

Generell wird in China damit gerechnet, dass erst im Juli eine stabile Preissituation eintreten wird. Wobei auf chinesischer Seite noch niemand die Prognose wagt, auf welchem Level sich die Preise stabilisieren werden.




Binnenmärkte 

 

Auch wenn es noch keinen Grund zur überschäumenden Erleichterung gibt, hält in Deutschland der Trend, dass der sogenannte sichtbare Stahlverbrauch sich erhöht hat, an. Im Q1 2017 ist dieser Wert um 2,1 % gestiegen.

Die  brennendsten Themen im europäischen Wirtschaftsraum sind weiterhin die anstehende Reform des Emissionsrechtehandels, von der erwartet wird, dass sie zu extremen Beeinträchtigungen des europäischen Stahlhandels führen wird.

Das zweite brandaktuelle Thema, ist ungebrochen die Frage danach, wie mit geeigneten Sanktionen die Verzerrung des Marktes durch Dumpingpreise aus China unterbunden werden kann. Im Vergleich zu den Maßnahmen, die z.B. den USA zur Verfügung stehen, sind die Handlungsmöglichkeiten der EU sehr überschaubar. Insbesondere seit dem Auslaufen des WTO Beitrittsprotokolls China betreffend im Dezember 2016. Die EU bewegt sich hierbei im Spannungsfeld zwischen geeigneten Maßnahmen ohne protektionistisch unterwegs zu sein.

Diese globale angespannte Situation wiederum gefährdet die leichte Entspannung, die es eigentlich im deutschen Stahlmarkt  gibt. Letztendlich ist das Umgehen mit diesem Spannungsfeld global und national in der Stahlbranche wahrscheinlich exemplarisch dafür, wie zukünftig derartige Situationen behandelt werden.


Ausblick oder mein Blick in die Glaskugel 

 

Ein analytisch auf Fakten und Sachargumenten basierender Ausblick ist nicht möglich, da eben nicht harte Fakten, wie gestiegene Kosten für Rohstoffe oder andere Umstände zur Beurteilung herangezogen werden können. Es ist eine Situation, die insbesondere von der globalen Politik und Weltwirtschaftslage beeinflusst wird.

Was ich aber berücksichtigen kann, ist die Macht des Faktischen. Fakt ist, dass saisonal bedingt alle Großhändler europaweit ihre Läger aufstocken. Das wird zu einer künstlichen Verknappung und längeren Lieferzeiten führen. Als fast schon sicher ist davon auszugehen, dass die Preise in den nächsten Wochen aus diesem Grund anziehen werden.

Gut beraten ist, wer also jetzt bevor der Run startet - seine Bedarfe  zu den aktuell  günstigeren Preisen unterbringt.

Dynamische Grüße aus Bremen - lassen Sie es sich gut gehen!


Claudia Münster